FONDATION KUBACH-WILMSEN

 

STEINSKULPTURENMUSEUM     STEINSKULPTURENPARK     BAD MÜNSTER AM STEIN

 

Capella 2017

Hommage an die Re-Formation

Ein Projekt von Anna Kubach-Wilmsen anlässlich des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2017

Die Arbeiten der Bildhauer Kubach-Wilmsen entstehen seit über fünfzig Jahren in Sichtweite der Ebernburg, die ihrerseits im engen Zusammenhang mit der Reformation steht. Diese Nachbarschaft legte es Anna Kubach-Wilmsen nahe, im diesjährigen Kultursommer Rheinland-Pfalz mit dem Leitthema Reformation einen steinernen Beitrag zu leisten. Die Suche nach einem passenden Stein führte sie in die Granitmassive des Bayerischen Waldes, wo sie in einem Steinbruch fündig wurde: Ein riesiger, durch Verwitterungsprozesse gerundeter Findling war, was Form und Maße anbelangte, ideal. Aber ein durch seine Mitte verlaufender Riss hatte ihn in zwei annähernd gleiche Teile gespalten, ein Umstand, der Anna Kubach-Wilmsen von einem spontanen Erwerb zunächst Abstand nehmen ließ.

 

Doch der Stein ging ihr nicht aus dem Kopf. Auf der Rückfahrt nach Bad Münster am Stein-Ebernburg fiel Ihr ein heller Stern am Nachthimmel auf, der Doppelstern Capella, dessen Leuchten ihre Rückfahrt nach Bad Kreuznach begleitete. Angesichts dieses Leitsterns erinnerte sich Anna Kubach-Wilmsen einer Liedzeile von Leonard Cohen „There is a crack in everything. That’s how the light gets in”. “Das Licht hineinlassen” – dieser Gedanke führte zum Entschluss, dieser Inspiration zu folgen. Capella wurde namengebend für das Projekt.

 

REALISIERUNG

 

Der gespaltene Monolith aus dem Bayerischen Wald wurde zu Beginn des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2017 nach Ebernburg transportiert und im Freilichtatelier von Kubach-Wilmsen  aufgestellt. Die Bildhauerin Anna Kubach-Wilmsen erlebte zunächst, in der offenen Steinspalte stehend, so etwas wie Ohnmacht in der Wahrnehmung des monumentalen Stein-Stückwerks.

 

Anstatt den Monolith vor Arbeitsbeginn zu signieren, zeichnete sie eine aufsteigende Linie jeweils über die Mitten der Bruchflächen. Diese aufsteigenden Linien auf den Bruchwänden gewannen im Prozess der Bildhauerarbeit an Bedeutung und Wirkkraft. Sie verwandelten sich in Steingrade zwischen der Bruchstruktur und den entstehenden Konkaven tief in das Stein-Innere. Steingrad und Steingrad standen einander gegenüber in der erweiterten Steinspalte und projektieren ein X in den Freiraum.

 

Wie ein Hohlspiegel reflektieren die Konkaven das Glanzlicht der feingeschliffenen Steinflächen in den offenen Raum der Spaltung. Der Betrachter ist eingeladen, das neue Stein-Ambiente zu durchschreiten. Nicht mehr der Bruch stimmt den Raum, sondern zwei Konkaven spiegeln den Lichtglanz aus der Tiefe des Steins. Sie reflektieren Offenheit und laden den Tastsinn ein, zu begreifen.

 

 

AUFSTELLUNG

 

Zum Ende des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2017 hat das Werk Capella 2017, Hommage an die Re-Formation in Sichtweite zur Ebernburg seinen Platz gefunden. Auf dem Gelände der Familie Linn am Fußweg zum Steinskulpturenmuseum erhebt sich der offene Monolith mit Durchblick zur Burg, zum Rheingrafenstein und zum Rotenfels. Seine Hommage an die Re-Formation fügt sich in das landschaftliche Bezugsfeld von Ort und Geschichte. Sein Name verweist auf den Doppelstern Capella, der allabendlich über dem Rotenfels aufgeht und kosmisch dem Stein-Ambiente leuchtet .

 

 

22. Oktober, 16:30 Uhr

Präsentation des Werkes

CAPELLA, HOMMAGE AN DIE RE-FORMATION

an seinem endgültigen Standort am Verbindungsweg
zwischen Steinskulpturenmuseum und Museumsparkplatz.

 

Unmittelbar anschließend findet um 17 Uhr die Finissage der
Ausstellung Steinkokons 2011-2017 zum Saisonabschluss im Museum statt.

 

 

SteinKOKONs

Ausstellung zum 80. Geburtstag von Anna Kubach-Wilmsen

 

In der diesjährigen Sonderausstellung zeigt das Steinskulpturenmuseum in Bad Münster am Stein die neue Werkphase Steinkokons  2011 bis 2017 der Bildhauerin Anna Kubach-Wilmsen. Die Ausstellung umfasst 22  Werke, von kleinformatigen Skulpturen bis zu großen Freilichtskulpturen und endet am 22. Oktober, wenn das Steinskulpturenmuseum zur Winterpause schließt.

 

Zum Thema Steinkokons schreibt die Kunsthistorikerin Angela Nestler-Zapp: "Das Thema der Metamorphose ist ein wiederkehrendes Motiv im Werk von Kubach-Wilmsen, dem eine transzendentale Dimension innewohnt. Sowohl die Säulenpuppen, als auch die Kokons symbolisieren Stadien der Transformation, an deren Ende die Befreiung aus der starren Hülle und die Entfaltung in eine neue Form des Lebens stehen.“

MARINACE VERDE

Ein neuer Film von Uli Holzhausen zur Entstehung von Anna Kubach-Wilmsens neuestem Werk

Der Steinkokon VERDE MARINACE (grünes Flussbett der Steine) kommt aus Brasilien und wurde von der Bildhauerin Anna Kubach-Wilmsen in Bad Münster am Stein geschaffen.

 

 

 

 

MAX-SLEVOGT-MeDAILLE FÜR Anna Kubach-Wilmsen

Feierstunde im Steinskulpturenmuseum

Anna Kubach-Wilmsen wurde die Max-Slevogt-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz für ihr herausragendes Werk verliehen. Die Max-Slevogt-Medaille zeichnet Künstlerinnen und Künstler des Landes Rheinland-Pfalz für ihre besonderen Verdienste um die Bildenden Künste für das Land und die hier lebenden Menschen aus.

 

Anna Kubach-Wilmsens sehr persönlich gehaltene Dankesrede finden Sie hier zum Download

 

 

Anna Kubach-Wilmsen und Kultusminister Prof. Dr. Konrad Wolf bei der Überreichung der Max-Slevogt-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz

ANREISE MIT DEM AUTO

Die Zufahrt mit dem Auto zum Museum ist nicht möglich. Bitte benutzen Sie den Museumsparkplatz (Richtung Golfclub Nahetal) oder die öffentlichen Parkplätze entlang der Königsgartenstraße.

 

GPS-Koordinaten des Museumsparkplatzes

N 49°  48' 20"

O 7° 49' 40"

 

ANREISE MIT BUS UND BAHN

Den Skulpturenpark erreichen Sie vom Bahnhof Bad Kreuznach oder Bad Münster mit der Buslinie 201 alle 30 Minuten bis zur Haltestelle „Ebernburg Schule“ und von dort 10-15 Minuten Fußweg durch die Herrengartenstraße. Fahrpläne finden Sie unter www.rnn.info

 

 

 

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum befindet sich das Atelier und der Skulpturengarten des Künstlerpaares Kubach & Kropp.

 

Weitere Infos:

www.kubach-kropp.de

BESUCHER-INFORMATION

Steinskulpturenmuseum

Fondation Kubach-Wilmsen

Heilquelle

Postfach 1217

D-55583 Bad Münster am Stein

Ortsteil Ebernburg

Tel. +49 (0) 6708/2385

Fax +49 (0) 6708/1683

info@fondation-kubach-wilmsen.de

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Steinskulpturenmuseum und Steinskulpturenpark

ab 15. April 2017

bis 22. Oktober 2017

Samstag, Sonntag und an Feiertagen

von 14 bis 17 Uhr

 

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG

Sonntags 15 Uhr

 

 

 

EINTRITTSPREISE

Erwachsene: € 5,00

Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre):
€ 3,00

Kinder unter 6 Jahren: freier Eintritt

Öffentliche Führung am Sonntag: € 4,00

Familienticket: € 10,00

Führung (mit Voranmeldung,

ab 10 Personen): € 50,00 pro Gruppe

zzgl. reduziertem Eintritt € 4,00 pro Person

 

FÜHRUNGEN UND INFORMATION

Verkehrsverein Bad Münster a. St.

Berliner Straße 60

D-55583 Bad Münster am Stein

Tel: 06708/64 17 80

Fax: 06708/64 17 899

verkehrsverein@bad-muenster-am-stein.de

 

Gesundheit und Tourismus für

Bad Kreuznach GmbH

Kurhausstr. 22-24

55543 Bad Kreuznach

Tel: 0671/83 600-50

Fax: 0671/83 600-85

GESCHÄFTSSTELLE

Werner Severin

Zum Neuhof 23

55545 Bad Kreuznach

Tel. 0671/33 0 70

mobil: 0160/47 13 176

severin@fondation-kubach-wilmsen.de

 

BANKVERBINDUNG

Sparkasse Rhein-Nahe

(560 501 80) 10 057 057

 

STIFTUNGSVORSTAND

Werner Severin (Vorsitzender)

Dr. Hans-Gert Dhonau

Anna Kubach-Wilmsen

Dr. Simone Philippi

Für das Steinskulpturenmuseum konnten die Bildhauer Anna und Wolfgang Kubach-Wilmsen den weltbekannten Architekten Tadao Ando aus Osaka, Japan, gewinnen. Das 2010 eröffnete Gebäude ist das einzige zeitgenössische Steinskulpturenmuseum der Welt. In der Weinlandschaft des Nahetals mit Blick auf den Rotenfelsen, die Ebernburg, Norheim und den Rheingrafenstein hat es seinen Platz gefunden.

 

Die Stiftung von 65 Steinskulpturen der Steinbildhauer Anna Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach bilden den Grundstein des Museumsprojektes. 1998 gründeten sie die Fondation Kubach-Wilmsen als gemeinnützige Stiftung zur Realisierung dieses Projekts und stellten rund 15.000 Quadratmeter Gelände für den Skulpturenpark zur Verfügung. Tadao Andos Entwurf für das Museumsgebäude baut auf einer historischen Fachwerkscheune aus dem 18. Jahrhundert auf und umgibt sie mit zwei Museumshöfen.

 

Anna Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach arbeiteten seit 1968 als Steinbildhauer zusammen. Sie haben Großskulpturen im In- und Ausland realisiert und an vielen internationalen Steinbildhauer-Symposien teilgenommen. Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen von Japan bis USA gezeigt.

 

Das künstlerische Gesamtwerk der Bildhauer Kubach-Wilmsen ist eine nunmehr 50-jährige Hommage an die Materie Stein als natürlich gewachsene Architektur des Erdplaneten. Ihr Oeuvre befasst sich bis heute ausschließlich mit dem Stein als Archetypus, und sie begreifen ihn als Relikt einer millionenjährigen Entstehungsgeschichte der Erde.